Unterschied Malta Gaming Authority und Curaçao-Lizenz: Kosten, Zeit & Marktzugang
Der Unterschied zwischen der Malta Gaming Authority und der Curaçao-Lizenz liegt in erster Linie im Marktzugang und dem Compliance-Niveau. Eine MGA-Lizenz bietet Zugang zur Europäischen Union und erfordert einen strengen Spielerschutz, während eine Curaçao-Lizenz schneller und günstiger ist, aber keinen EU-Marktzugang garantiert. Für Betreiber, die sich auf die Niederlande konzentrieren, ist die Kansspelautoriteit maßgeblich, aber für die internationale Expansion bestimmt die Wahl zwischen diesen beiden Jurisdiktionen Ihre steuerliche Belastung, Ihre Bankbeziehungen und Ihre operative Geschwindigkeit.
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Rechtliche Struktur und Aufsichtsmodelle
Der Kern des Vergleichs zwischen diesen beiden Jurisdiktionen liegt in der grundlegenden rechtlichen Architektur. Malta agiert als integriertes Mitglied der Europäischen Union mit einer direkten Regulierungsbehörde. Curaçao wendet ein dezentralisiertes Modell an, das sich derzeit im Wandel befindet. Diese strukturellen Unterschiede bestimmen nicht nur das Bewerbungsverfahren, sondern auch die tägliche operative Freiheit und die Verpflichtungen im Bereich der Corporate Governance.
Die Rolle der Malta Gaming Authority in der EU
Die Malta Gaming Authority (MGA) is die zentrale Aufsichtsbehörde innerhalb der Europäischen Union für Online-Glücksspiele. Diese Behörde erteilt die MGA-Lizenz auf Grundlage des Gaming Act (Malta). Diese Gesetzgebung stellt strenge Anforderungen an die Integrität und den Spielerschutz. Betreiber erfüllen damit die höchsten Standards der EU, einschließlich der Anti-Geldwäsche-Richtlinie und der DSGVO-Richtlinien.
Aus Compliance-Sicht ist die MGA-Lizenz ein Tor zu regulierten Märkten. Da Malta Mitglied der EU ist, genießen Inhaber dieser Lizenz den freien Dienstleistungsverkehr. Dies erleichtert die Akzeptanz bei europäischen Zahlungsdienstleistern. Betreiber berichten, dass Bankbeziehungen mit einer MGA-Lizenz wesentlich stabiler sind. Finanzinstitute vertrauen auf die robuste Aufsicht der Malta Gaming Authority. Der Gaming Act (Malta) erfordert zudem regelmäßige Audits und die Trennung von Spielgeldern. Dies stärkt den Ruf Maltas als Land mit dem höchsten Aufsichtsniveau in der Branche.
Das Curaçao-Modell: Von Master-Lizenzen zu direkter Aufsicht
Die Rechtslandschaft in Curaçao befindet sich in einer bedeutenden Transformation. Historisch gesehen funktionierte Curaçao eGaming über ein System von vier Master-Lizenzinhabern, die Sublizenzen an Betreiber vergaben. Dieses System wurde durch die Landsverordening op de kansspelen (Curaçao) reguliert. Obwohl dieses Modell Schnelligkeit bot, fügte die Zwischenebene der Master-Lizenzinhaber der Compliance-Kette zusätzliche Komplexität hinzu.
Im aktuellen Kontext von 2026 ist der Übergang zu einem direkteren Aufsichtsmodell unter der neuen Gesetzgebung (LOK) in vollem Gange. Die Rolle des Gaming Service Providers wird hierbei entscheidend. Unter dem erneuerten System müssen Betreiber mit anerkannten Dienstleistern zusammenarbeiten. Diese fungieren als Bindeglied zwischen dem Betreiber und der Regulierungsbehörde. Dieser Gaming Service Provider ist für die Bereitstellung der Compliance-Infrastruktur verantwortlich. Dies umfasst die Gewährleistung der technischen Integrität und die Weiterleitung von Berichten an die Behörden. Obwohl das Antragsverfahren für eine Curaçao-Lizenz über einen Master-Lizenzinhaber oder Service Provider in der Regel 1–3 Monate dauert, erfordert die neue Struktur eine engere Integration mit diesen lokalen Partnern. Dies verringert die Autonomie des Betreibers im Vergleich zum alten Modell, erhöht jedoch die Legitimität der Lizenz in den Augen internationaler Partner.
Gesetzgebung und Compliance-Anforderungen im Vergleich
Die rechtlichen Unterschiede zwischen dem Gaming Act (Malta) und der Landsverordening op de kansspelen (Curaçao) haben direkte Auswirkungen auf den operativen Aufwand. Malta wendet ein spezialisiertes Lizenzierungssystem mit strengen technischen Compliance-Anforderungen an. Curaçao nutzte historisch gesehen einen flexibleren, allumfassenden Rahmen, der nun verschärft wird.
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Spielerschutz: Die Malta Gaming Authority verlangt strikte Maßnahmen wie obligatorische Einzahlungslimits und Selbstausschlussregister. Unter der Curaçao-Lizenz sind diese Maßnahmen oft weniger streng. Dies birgt Risiken für gefährdete Spieler, obwohl die neue Gesetzgebung versucht, dies zu ändern. Technische Audits: MGA-Lizenzinhaber unterziehen sich regelmäßigen, unabhängigen Audits ihrer RNG (Zufallszahlengenerator) und Systeme. Bei Curaçao liegt die Verantwortung für die technische Integrität häufig beim Gaming Service Provider oder dem Master-Lizenzinhaber. Dies kann je nach gewähltem Partner zu schwankenden Qualitätsstandards führen. Marktzugang: Eine MGA-Lizenz erleichtert den Zugang zum breiteren europäischen Markt. Eine Curaçao-Lizenz wird in einigen Jurisdiktionen, wie Teilen von Nordamerika und Europa, weniger positiv bewertet. Manchmal wird sie sogar von Zahlungsanbietern blockiert, die hohe Compliance-Risiken vermeiden wollen.
Wählen Sie immer eine Lizenz, die zu Ihrem Risikoprofil und Ihrem Zielmarkt passt. Spielen Sie verantwortungsbewusst und prüfen Sie immer die lokale Gesetzgebung, bevor Sie an Online-Glücksspielen teilnehmen.
Finanzielle Auswirkungen: Kosten, Steuern und Bankbeziehungen
Die Wahl einer Jurisdiktion hat direkte Konsequenzen für die Total Cost of Ownership. Malta erfordert hohe Anfangsinvestitionen und komplexe Steuern, bietet dafür aber Zugang zu europäischen Bankbeziehungen. Curaçao bietet ein schnelleres Antragsverfahren und geringere Fixkosten, hat jedoch mit höheren Transaktionskosten und begrenztem Fiat-Banking zu kämpfen. Diese Abwägung entscheidet darüber, ob ein Betreiber in regulierten Märkten profitabel skalieren kann.
Gesamtkosten: Antrag und jährliche Gebühren
Das Antragsverfahren für eine MGA-Lizenz ist ein intensiver Prozess, der vier bis sechs Monate in Anspruch nimmt. Diese Dauer wird durch strenge „Fit-and-Proper“-Prüfungen bestimmt. Jeder Aktionär mit einer Beteiligung von mehr als 25 % und das Schlüsselpersonal werden gründlich durchleuchtet. Die finanzielle Hürde ist hoch. Neben einer erheblichen Antragsgebühr summieren sich die obligatorischen Kosten für das erste Jahr auf einen beträchtlichen Betrag, der oft an die Hunderttausende von Euro heranreicht. Dieser Betrag deckt nicht nur die Jahresgebühr (Annual Fee) ab, sondern auch vorgeschriebene lokale Direktoren, zertifizierte Compliance-Beauftragte und Audits durch von der MGA zugelassene Unternehmen.
Im Gegensatz dazu steht das Antragsverfahren in Curaçao, das in der Regel innerhalb von ein bis drei Monaten abgeschlossen ist. Unter dem neuen System sind die Kosten im Vergleich zur Vergangenheit gestiegen, bleiben aber deutlich niedriger als in Malta. Betreiber zahlen hier weniger für die Kernlizenz, müssen jedoch die Kosten für einen lokalen Vertreter oder Gaming Service Provider einkalkulieren. Obwohl die Jahresgebühr in Curaçao niedriger ist, verbergen die geringeren Einstiegskosten oft höhere operative Ineffizienzen an anderer Stelle in der Kette, wie beispielsweise bei der Zahlungsabwicklung.
Steuerbelastung und steuerliche Transparenz
Bei den Steuern wendet Malta ein komplexes System mit einem nominalen Satz von 35 % an. Durch Rückerstattungsmechanismen für Aktionäre sinkt der effektive Steuersatz auf 6 %–15 %. Diese Struktur erfordert eine hohe steuerliche Transparenz und verursacht Verwaltungsaufwand, was die Betriebskosten in die Höhe treibt. Curaçao hingegen verwendet ein einfaches Modell mit einem festen Steuersatz von 2 % auf den Nettogewinn. Dieser niedrige Steuersatz unterliegt der Aufsicht des Finanzministeriums von Curaçao. Dies sorgt für vorhersehbare Steuerlasten ohne die komplexen Rückerstattungskonstruktionen Maltas.
Internationaler Druck zwingt jedoch auch hier zu mehr steuerlicher Transparenz. Während Maltas System auf die Einhaltung von EU-Vorschriften ausgelegt ist, bietet der feste Steuersatz von Curaçao zwar weniger Flexibilität, aber direkte Klarheit für Betreiber, die schnell und ohne aufwendige Steuerplanung skalieren möchten.
Auswirkungen auf Bankbeziehungen und Zahlungsanbieter
Die Wahl einer Jurisdiktion bestimmt den Zugang zu Bankbeziehungen. Betreiber mit einer MGA-Lizenz genießen einen einfacheren Zugang zu europäischen Banken, SEPA-Zahlungen und niedrigere Bearbeitungsgebühren. Erstklassige Zahlungsanbieter akzeptieren Malta als Industriestandard. Dies ist entscheidend für die Abwicklung von Fiat-Währungen wie Euro über Visa und Mastercard.
Inhaber einer Curaçao-Lizenz sind hingegen mit höheren Gebühren und Transaktionsablehnungen konfrontiert, die deutlich über denen von MGA-Lizenznehmern liegen. Viele traditionelle Banken lehnen Geschäfte mit Unternehmen in Curaçao aufgrund von Compliance-Risiken ab. Infolgedessen weichen diese Betreiber häufig auf Krypto und alternative Zahlungsmethoden aus. Für ein Geschäftsmodell, das auf europäischen Kreditkarteneinzahlungen basiert, kann der eingeschränkte Bankzugang von Curaçao die niedrigeren Lizenzgebühren langfristig zunichtemachen.
Marktzugang und strategische Wahl für Betreiber
Die geografische Reichweite und die strategische Positionierung unterscheiden sich stark zwischen den beiden Lizenzen. Eine MGA-Lizenz fungiert als Tor zur Europäischen Union und genießt breites Vertrauen bei Banken. Eine Curaçao-Lizenz ist besonders attraktiv für Start-ups, die Schnelligkeit benötigen oder sich auf den Grauen Markt konzentrieren. Für den niederländischen Markt ist jedoch keine von beiden ausreichend ohne eine lokale Lizenz der Kansspelautoriteit.
EU-Marktzugang und Passporting-Rechte
Die Malta Gaming Authority (MGA) wird oft als der Goldstandard für den Zugang zum europäischen Markt angesehen. Da Malta Mitglied der Europäischen Union ist, profitieren Betreiber von einer breiteren Akzeptanz und weniger Einschränkungen bei der Werbung innerhalb der EU-Vorschriften. Dies steht in starkem Kontrast zu einer Lizenz aus Curaçao. Diese wird in Europa und Noord-Amerika aufgrund niedrigerer wahrgenommener Standards oft als weniger zuverlässig angesehen.
Obwohl die MGA-Lizenz viele Türen öffnet, bietet sie keinen automatischen Zugang zu allen europäischen Ländern. Für Märkte wie das Vereinigte Königreich ist eine separate Anerkennung erforderlich. Hier kommt oft Gibraltar als strategische Alternative ins Spiel. Diese Jurisdiktion fungiert als Brücke zur UK Gambling Commission und bietet Betreibern die Möglichkeit, regulatorische Glaubwürdigkeit mit operativer Flexibilität zu verbinden. Betreiber, die sich primair auf den britischen Markt konzentrieren, werden feststellen, dass Partner und Zahlungsdienstleister oft eine Lizenz der UK Gambling Commission oder ein gleichwertiges Aufsichtsniveau verlangen. Eine reine Curaçao-Lizenz kann dies nicht bieten.
Die Position der Niederlande und der Kansspelautoriteit
Für Betreiber, die die Niederlande als Zielmarkt haben, ist es wichtig zu verstehen, dass eine ausländische Lizenz nicht ausreicht. Seit der Einführung des Wet kansspelen op afstand (Gesetz über Online-Glücksspiele) muss jeder Anbieter, der sich an niederländische Spieler richtet, im Besitz einer Lizenz der Kansspelautoriteit sein. Eine MGA-Lizenz öffnet zwar Türen im Rest von Europa, gibt jedoch kein automatisches Recht, ohne diese lokale Genehmigung in den Niederlanden aktiv zu sein.
Die Kansspelautoriteit wendet strenge Durchsetzungsmaßnahmen gegen illegale Anbieter an. Betreiber mit einer reinen Curaçao-Lizenz riskieren in den Niederlanden, auf die schwarze Liste gesetzt zu werden. Dies führt zu Sperren durch Internetanbieter und Zahlungsdienstleister. Selbst für MGA-Inhaber gilt, dass sie neben ihrer europäischen Lizenz einen separaten Antrag bei der Kansspelautoriteit stellen müssen, um iDEAL-Transaktionen legal abzuwickeln und in den Niederlanden Werbung zu schalten. Die Missachtung dieser lokalen Anforderungen unter dem Wet kansspelen op afstand kann zu hohen Geldstrafen und dem Verlust des Zugangs zur niederländischen Zahlungslandschaft führen.
Geschwindigkeit des Markteintritts und Krypto-Kompatibilität
Start-ups und Krypto-Casinos entscheiden sich oft für Curaçao aufgrund des schnellen Markteintritts und der Kompatibilität mit Krypto-Zahlungen. Während ein MGA-Verfahren Monate dauern kann und hohe Kapitalanforderungen stellt, ermöglicht eine Curaçao-Lizenz es Betreibern, innerhalb weniger Wochen live zu gehen. Diese Schnelligkeit ist entscheidend für Unternehmen, die ihre Produkt-Markt-Passung im grauen Markt testen wollen. Dies sind Gebiete, in denen keine spezifische lokale Lizenz erforderlich ist oder in denen die Durchsetzung weniger streng ist.
Zudem ist Curaçao flexibeler bei den Zahlungsmethoden. Für Krypto-native Operationen sind die Einschränkungen traditioneller Banken, die Curaçao-Lizenzen oft meiden, irrelevant. Im Gegensatz zu den strengen Compliance-Anforderungen der UK Gambling Commission oder der MGA bietet Curaçao ein Umfeld, das besser zur Anonymität und Geschwindigkeit von Blockchain-Transaktionen passt. Diese Entscheidung schränkt jedoch den Zugang zu regulierten Märkten wie Deutschland und den Niederlanden ein. Lokale Behörden wie die Kansspelautoriteit geben sich nicht mit Offshore-Lizenzen zufrieden. Betreiber müssen daher abwägen, ob die geringeren Kosten und die Schnelligkeit von Curaçao den Ausschluss von den großen, regulierten europäischen Märkten aufwiegen.
Spielerschutz, Sicherheit und Reputation
Das tief verwurzelte Engagement für den Spielerschutz und die rechtliche Durchsetzbarkeit stellt einen wichtigen Unterschied dar. Die MGA wendet einen strengen Rahmen an, der den Spielerschutz durch getrennte Konten und unabhängige Schlichtungsstellen durchsetzt. Curaçao operiert unter einem flexibleren Modell, das in der Vergangenheit weniger transparent war. Für Spieler bedeutet dies, dass eine MGA-Lizenz eine höhere Sicherheit und Reputation der Jurisdiktion garantiert. Curaçao wird oft mit niedrigeren operativen Hürden, aber auch mit gemischten Wahrnehmungen in Bezug auf das Vertrauen in Verbindung gebracht.
Niveau des Spielerschutzes und Trennung der Spielgelder
Die Malta Gaming Authority verlangt die strikte Einhaltung finanzieller Sicherheitsstandards. Getrennte Spielergelder (Segregated Player Funds) sind dabei eine Kernkomponente. Dieses Konzept sieht vor, dass Betreiber die Gelder der Spieler vollständig von den Geschäftskonten trennen müssen. So sind die Spielergelder im Falle einer Insolvenz des Casinos geschützt. Diese Maßnahme trägt direkt zum Vertrauen bei, das Spieler in die Plattform haben.
Bei Curaçao ist die Situation komplexer. Obwohl die neue nationale Verordnung zur Regulierung von Glücksspielen (LOK) strengere Anforderungen stellt, war das historische Modell in Bezug auf getrennte Spielergelder weniger zwingend. Viele Betreiber unter dem alten System arbeiteten mit Master-Lizenzinhabern zusammen, die die Compliance selbst überwachten. Dies führte zu einer variierenden Absicherung der Spielergelder. Aus Compliance-Sicht ist der MGA-Ansatz überlegen, da das Risiko des Verlusts von Spielergeldern im Falle eines Konkurses minimal ist. Bei Curaçao hängt der Schutz oft von der Integrität des jeweiligen Master-Lizenzinhabers oder Gaming Service Providers ab.
Streitbeilegung und Beschwerdeverfahren
Wenn ein Konflikt entsteht, ist der Mechanismus zur Streitbeilegung (Dispute Resolution) unter der MGA klar strukturiert. Spieler können eine Beschwerde bei die Malta Gaming Authority einreichen. Diese schaltet unabhängige Schlichter ein, um eine verbindliche Entscheidung zu treffen. Dieses System ist ein integraler Bestandteil des Spielerschutzes und sorgt für eine faire Abwicklung, ohne dass Spieler direkt vor Gericht gehen müssen.
Im Gegensatz dazu bietet Curaçao keine zentrale, staatlich finanzierte Stelle für die Streitbeilegung, die für einzelne Spieler auf dieselbe Weise direkt zugänglich ist. Beschwerden werden häufig über den Master-Lizenzinhaber oder interne Verfahren des Casinos abgewickelt. Obwohl dies schneller erscheinen mag, fehlt die unabhängige Aufsichtsebene, die die MGA bietet. Der Ruf der Jurisdiktion leidet darunter, da Spieler weniger Möglichkeiten haben, Rechte einzufordern, wenn ein Betreiber nicht kooperiert. Für Spieler in Not gibt es jedoch internationale Hilfsangebote wie GamCare oder lokale Stellen, die unabhängig von der Lizenz des Casinos Unterstützung bieten.
Technische Compliance und Anti-Geldwäsche-Richtlinien
Die technische Compliance unter der MGA umfasst obligatorische Audits von Zufallszahlengeneratoren (RNG) durch anerkannte Testlabore wie GLI oder BMM Testlabs. Zudem ist eine strenge Einhaltung der Anti-Geldwäsche-Richtlinie (Anti-Money Laundering Directive) erforderlich. Betreiber müssen einen engagierten Geldwäschebeauftragten (MLRO) ernennen und vierteljährliche Berichte einreichen. Diese Anforderungen gewährleisten ein hohes Maß an technischer Compliance und Integrität bei den Spielergebnissen.
Curaçao verlangt ebenfalls eine RNG-Zertifizierung und grundlegende Verfahren gemäß der Anti-Geldwäsche-Richtlinie, aber die Durchsetzung ist weniger intensiv. Es gibt keinen obligatorischen Geldwäschebeauftragten (MLRO) für kleinere Betreiber, und die Audits finden seltener statt. Darüber hinaus spielt die DSGVO (GDPR) eine Rolle. Obwohl beide Jurisdiktionen den Datenschutz respektieren müssen, wird die Durchsetzung europäischer Standards wie der DSGVO durch die MGA aufgrund der EU-Mitgliedschaft Maltas als strenger wahrgenommen. Dies macht die MGA-Lizenz attraktiver für Betreiber, die Zugang zu europäischen Zahlungsanbietern suchen, die eine hohe technische Compliance fordern.
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen einer MGA- und einer Curaçao-Lizenz?
Ist eine Curaçao-Lizenz für niederländische Spieler sicher?
Was betekent eine MGA-Lizenz für den Spielerschutz?
Was sind die Nachteile einer Curaçao-Glücksspiellizenz?
Ist eine MGA-Lizenz besser als eine Curaçao-Lizenz?
Wie zuverlässig ist ein Online-Casino mit einer Curaçao-Lizenz?
Kann man bei einem Curaçao-Casino Steuern zurückbekommen?
Über diesen Artikel - Redaktionelle Standards
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Autorin: Sarah Weber — Casinotesterin & Bonusanalystin
-
Prüfung: Dr. Markus Hoffmann — Senior Compliance-Analyst iGaming
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Zuletzt aktualisiert: 16. Juli 2026
Dieser Artikel über den „Unterschied zwischen Malta Gaming Authority und Curaçao-Lizenz“ wurde von Sarah Weber geschrieben und von Dr. Markus Hoffmann fachlich geprüft. Beide aktualisieren den Inhalt regelmäßig im Hinblick auf Änderungen bei Regulierungen, Lizenzen und Bonusbedingungen. Alle Verweise auf Lizenzen, Aufsichtsbehörden und Gesetze verlinken auf öffentliche Quellen (die lokale Glücksspielbehörde, das geltende lokale Glücksspielgesetz).
Über die Autorin
8+ Jahre Erfahrung mit dem Bewerten von Casinos, 200+ persönlich getestete Plattformen in der EU und weltweit. Ehemaliges Mitglied des eCOGRA Player Advocacy Program (2018-2022). Spezialisierung: Umsatzbedingungen, Auszahlungsprozesse, Bewertung des Kundenservice.
Über den Prüfer
12+ Jahre Erfahrung in der iGaming-Branche, darunter 5 Jahre als Compliance-Berater für lizenzierte Betreiber in mehreren regulierten Märkten. Promotion in Wirtschaftsmathematik. Themenschwerpunkte: Bonusmathematik, Umsatzanalyse und Spielerschutzsysteme.
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